Schwanger?

Dieser Artikel wurde bisher 1843x gelesen und zuletzt am 30.09.2015 bearbeitet.

Eine Schwangerschaft kann auf verschiedenen Wegen festgestellt werden. Zumeist ist das erste Anzeichen für eine eingetretene Schwangerschaft das Ausbleiben der Regelblutung. Die Basaltemperatur fällt (falls sie gemessen wurde) nicht am Ende des Zyklus ab, sondern bleibt erhöht. Bei den meisten Frauen treten bald typische subjektive Veränderungen auf: Veränderter Appetit, vermehrter Speichelfluss, morgendliche Übelkeit und Spannungsgefühle in den Brüsten sowie Stimmungsschwankungen. Hinzu kommen mit der Zeit weitere körperliche Veränderungen: Der Körperumfang und das Gewicht nehmen zu, eine verstärkte Pigmentierung der Haut in der Mittellinie des Bauches, der Brustwarzenhöfe und im Gesicht kann auftreten, die Brüste vergrößern sich eventuell mit Austritt von Vormilch (Kolostrum), es erfolgt eine Auflockerung und bläuliche Verfärbung der Schleimhaut am Scheideneingang und in der Scheide sowie eine Auflockerung und Vergrößerung der Gebärmutter. All diese Veränderungen werden jedoch als unsichere Schwangerschaftszeichen gewertet.

Einen etwas sicheren Hinweis auf eine Schwangerschaft ergibt sich mittels eines Schwangerschaftstests (β-HCG-Test). Bei diesen Tests reagiert das Schwangerschaftshormon β-HCG im Urin einer Frau mit Antikörpern gegen dieses Hormon. Ist die Frau schwanger, so erfolgt eine Farbreaktion, als Zeichen für eine Schwangerschaft. Diese Tests sind in den Apotheken frei erhältlich. Der Preis für einen Schwangerschaftstest kann stark variieren. Es ist darauf zu achten, dass es unterschiedlich empfindliche Tests gibt. Die empfindlichsten Tests reagieren schon 10 Tage nach der Empfängnis, d.h. schon vor dem Ausbleiben der Blutung. Jedoch ist ein β-HCG-Test auch mit Fehlerquellen behaftet, sodass sowohl fälschlicherweise eine bestehende Schwangerschaft übersehen werden kann oder aber eine nicht bestehende Schwangerschaft vorgetäuscht werden kann.

Mittels einer Ultraschalluntersuchung kann ein sehr sicher Nachweis der Schwangerschaft geführt werden. Zum Zeitpunkt des Ausbleibens der Blutung kann meist schon mittels vaginaler Sonographie (Ultraschalluntersuchung durch die Scheide) die Höhle dargestellt werden, in der sich die befruchtete Eizelle eingenistet hat. Ca. 2 Wochen später lässt sich auch der Embryo und seine Herztätigkeit darstellen.